Warum negative Erinnerungen so laut sind – und wie wir sie im Emotionscoaching & mit Naturheilkunde beruhigen können
- capricorn-atelier
- 17. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Kennst du das? Ein einziger kritischer Kommentar trifft dich tiefer als zehn liebe Worte. Ein Streit bleibt tagelang im Kopf, während ein schönes Erlebnis nur kurz aufblitzt.
Im Emotionscoaching begegnet mir dieses Muster immer wieder. Und das Spannende ist: Es liegt nicht daran, dass mit uns etwas nicht stimmt – es ist die Funktionsweise unseres Gehirns.
Warum wir Menschen Negatives stärker speichern
1. Unser Gehirn ist ein Schutzsystem
Seit der Steinzeit ist unser emotionales System darauf programmiert, Gefahren zu erkennen.Negative Erlebnisse schreien laut: 👉 „Merken! Nie wieder!“
Positive dagegen flüstern sanft: 👉 „Schön… weiter geht’s.“
Das war überlebensnotwendig – aber heute lässt es uns oft mit einer inneren Schwere zurück.
2. Negatives wirkt intensiver
In der Psychologie nennt man das Negativity Bias. Das bedeutet:
Kritik übertönt Lob
Fehler bleiben länger präsent als Erfolge
Peinliche Momente wirken intensiver als schöne
Unser Gehirn speichert Negatives tiefer, um uns zu schützen – nicht, um uns zu quälen.
3. Wiederholung verstärkt
Je öfter wir über ein negatives Erlebnis nachdenken, desto tiefer gräbt sich die Erinnerung ein – wie ein Trampelpfad, der mit jedem Schritt sichtbarer wird.
Was wir im Emotionscoaching tun können
Hier arbeiten wir direkt mit dem emotionalen System, nicht gegen es.
1. Die Emotionsbrücke – das Gefühl berühren
Wenn negative Erinnerungen auftauchen, liegt die Belastung meist nicht im Bild der Erinnerung – sondern im Körpergefühl dahinter.
Übung: „Geh innerlich zurück zur Situation. Wo im Körper spürst du sie heute? Enge? Druck? Wärme? Zittern? Bleib liebevoll bei diesem Gefühl – ohne es zu verändern.“
Warum es wirkt: Wird ein Gefühl wirklich gesehen, verliert es seine Schärfe.
2. Die 20-Sekunden-Herz-Übung – Positives verankern
Positive Erlebnisse sind wie Schmetterlinge: wunderschön, aber flüchtig.
So funktioniert’s:
Wähle einen schönen Moment.
Lege eine Hand aufs Herz.
Atme tief und bleib 20 Sekunden in diesem Gefühl.
Warum es wirkt: Positive Erinnerungen bekommen endlich genug Zeit, sich im Nervensystem zu speichern.
3. Reframing – die Erinnerung neu erzählen
Negative Erinnerungen enthalten oft unbewusste Glaubenssätze.
Coaching-Fragen, die innerlich viel bewegen können:
„Was hättest du damals gebraucht – und wie kannst du dir das heute selbst geben?“
„Welche Stärke hat dir geholfen, diese Situation zu überstehen?“
„Wie würde dein zukünftiges, stärkeres Ich diese Situation sehen?“
Neue Perspektiven schaffen neue emotionale Freiheit.
Naturheilkunde – sanfte Unterstützung für das emotionale System
Naturheilkunde wirkt nicht gegen Gefühle, sondern begleitet sie. Sie beruhigt, erdet und schafft innere Räume, in denen Heilung leichter wird.
1. Heilpflanzen, die das Nervensystem entspannen
Lavendel – der Seelenentspanner
als Tee
als Duftöl
als LavendelkissenBeruhigt Atmung und Nervensystem.
Melisse – die Gedankenbremse
Ideal bei Grübeln und emotionaler Unruhe.
Passionsblume – die Entknotung
Hilfreich bei Stress, Schlafproblemen oder innerer Unruhe.
2. Bachblüten – feine Unterstützung für tiefe Gefühle
Perfekt, wenn Erinnerungen emotional noch „klingen“.
Star of Bethlehem – bei alten seelischen Verletzungen
Honeysuckle – wenn man in der Vergangenheit festhängt
Walnut – für Schutz in sensiblen Übergangsphasen
Anwendung: 3–4 Tropfen ins Wasser und über den Tag verteilt trinken.
3. Schüßler-Salze – für seelische Balance
Nr. 7 Magnesium phosphoricum: für Nerven & Entspannung
Nr. 5 Kalium phosphoricum: für mentale Erschöpfung & innere Unruhe
Anwendung: Im Mund zergehen lassen oder als „Heiße 7“.
4. Aroma-Therapie – emotionales Atmen
Empfehlenswerte Düfte:
Lavendel
Neroli
Bergamotte
Rose
Mini-Übung:1 Tropfen in die Handflächen, tief einatmen, 5 Atemzüge.
5. Natur als Co-Coach
Die Natur ist ein stiller Therapeut.
Waldbaden:
Senkt messbar Stresshormone und bringt das Nervensystem in Balance.
Barfußgehen:
Erdet sofort und bringt dich aus dem Kopf in den Körper.
Naturfokus-Übung:
„Finde drei Dinge in der Natur, die dich gerade berühren.“→ holt dich aus negativen Gedankenspiralen.
Was wir konkret tun können – der kombinierte Weg
1. Morgens
Tee aus Melisse oder Lavendel
mini Emotions-Check: „Wie möchte ich mich heute fühlen?“
2. Tagsüber
kurze Herz-Übung (20 Sekunden)
Duftanker (Lavendel oder Bergamotte)
Bachblüten im Wasser
3. Abends
warmes Lavendel-Fußbad
Schüßler-Salz Nr. 7
sanftes Schulterkreisen oder bewusstes Atmen
Fazit
Negative Erinnerungen sind nicht stärker, weil sie wichtiger sind –sondern weil dein Gehirn dich schützen möchte.
Mit Emotionscoaching kannst du die innere Last wandeln.Mit Naturheilkunde beruhigst du das System, das diese Erinnerungen trägt.Gemeinsam entsteht ein Weg zu mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe und emotionaler Freiheit.



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